Was ist Old School Kickboxing?
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Oldschool Kickboxing, kurz OSK, ist eine waffenlose Kampfsportart, die ca. 1973 in Amerika entstanden ist.

Es ist ein Bewegungssystem, das kinetische und psychologische Fähigkeiten entwickelt. Weiters soll es auch Vertrauen in die eigenen körperlichen Fähigkeiten fördern und ein positives Gefühl für körperliches und geistiges Wohlbefinden vermitteln. Bei uns könnt ihr daher auch eure Fitness, Grundausdauer, Kraft und Schnelligkeit trainieren, verbunden mit Teamgeist, sowie Spaß und Freude an der Bewegung.

Wir betreiben kein Vollkontaktkickboxen, da uns die Gesundheit unserer Vereinsmitglieder sehr wichtig ist!
Abwechslung bildet einen wichtigen Aspekt unseres Trainerteams, welches sich auf jedes Training vorbereitet und dieses unter ein bestimmtes Thema stellt. Sei es Technik-, Fußtechnik-, Hand-/Fußkoordination-, Ausdauertraining, und vieles mehr, das Trainerteam ist stets bemüht die Trainierenden zu fordern und zu fördern.

Wer kann am Training teilnehmen?

Grundvoraussetzungen für die Teilnahme an einem Training sind körperliche und geistige Fitness. Kraft- und Ausdauer spielen in jedem Training eine wichtige Rolle und werden dementsprechend verbessert. Je nach Können und Fitness / Gesundheitszustand kann jeder auf Basis vom eigenen Ermessen mit so viel Power bzw. Einsatz mitmachen wie jeder möchte. Die Trainer sind jedoch stets bemüht das Beste aus allen Trainierenden herauszuholen.

Wieso "Old School"?

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Kickboxen ist eine Kampfsportart,  grundsätzlich eine Wettkampfdisziplin, bei der Schläge mit Füßen und Händen bzw. Abwehrtechniken aus dem ehemaligen „Kontakt-Karate“ mit konventionellem Boxen verbunden werden. Die Tradition ostasiatischer Kampfkünste (Karate, Kung Fu, Tae Kwon Do etc.) verbinden sich mit den Erkenntnissen der westlichen Sportwissenschaft und der westlichen Kampfsportarten (Boxen, Savate) zu der wohl wirklichkeitsnahsten Form des Kampfsports.

Wie der Begriff Kampfsport schon nahelegt, liegt hier der Fokus nicht auf dem Erlernen effektiver Selbstverteidigung, sondern auf der sportlichen Komponente. Daher wird im Training nicht nur auf das Erlernen der verschiedenen Techniken, sondern auch auf die Verbesserung der Kondition und körperlichen Leistungsfähigkeit wert gelegt.

Graduierungssystem

Getreu den Kickbox-Wurzeln, gibt es die Möglichkeit an Gürtelprüfungen teilzunehmen und somit das eigene Können unter Beweis zu stellen. Unser Gürtelprüfungsprogramm ist einfach und klar formuliert, um mit kleinen Fortschritten Ziele leichter erreichen zu können, die auf dem Weg zum Schwarz-Gurt liegen.

Trainingsablauf

Um euch einen besseren Einblick in unseren Verein geben zu können, findet ihr hier eine Aufstellung vom Aufbau unseres Trainings:


Ganz nach traditioneller, Old-School-Art stellen sich die Trainierenden je nach Graduierung auf und leiten dadurch den Trainingsbeginn ein.

Um die Verletzungsgefahr zu reduzieren, beginnt jedes Training mit Aufwärmübungen. Hier wird darauf geachtet den Kreislauf in Schwung zu bringen, die Körper- und Muskeltemperatur zu erhöhen, zur Laktatbeseitigung und die Gelenke zu schmieren und somit optimal auf ein Training vorzubereiten. Ein starker, bereits gedehnter Muskel verträgt Belastungen besser als ein starker, ungedehnter Muskel. Das Aufwärmen ist ein Weg den Muskeln mitzuteilen, dass sie bald zum Einsatz kommen. Es werden vor allem Hand-/Fußkoordinationsübungen durchgeführt um gleichzeitig die Geschicklichkeit zu trainieren. Kraft und Ausdauer spielen beim Kickboxen eine große Rolle und werden in diesem Part gefordert.

Danach folgen Dehnübungen für Arme und Beine um Verletzungen vorzubeugen, den Muskeltonus zu verringern und die Flexibilität zu Erhöhen um z.B. auch High Kicks durchführen zu können.

Um ein optimales Trainingsergebnis zu erzielen, sollte folgendes beachtet werden:

  • Gleichmäßige Atmung​
  • Beim Ausatmen (vorsichtig) tiefer in die Dehnung reingehen​
  • Beim Einatmen die Körperhaltung korrigieren (z.B. Rücken gerade richten, Zehen aufstellen um Gelenke zu schonen, Schultern nach unten ziehen)​
  • Beim Aufwärmen LEICHTES Wippen in der Dehnung​

Da das Aufwärmen das Um und Auf jedes Trainings ist, kann dieses auch bis zu eine halbe Stunde dauern oder auch länger, je nachdem worauf der Fokus beim jeweiligen Trainingstermin gelegt wird.

Entsprechend dem Können werden im Hauptteil des Trainings unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Sei es Technikverfeinerung, Kraft-/Ausdauer oder Sparring – wir üben Alles je nach Trainingsschwerpunkt. Koordination, Reaktionsfähigkeit und Distanzgefühl sind die Steckenpferde jeder Schlag- oder Trittkombination und werden automatisch mitgeübt.

Massenabfertigung wird bei uns nicht betrieben: Je nach Können werden vom Trainer jedem Mitglied entsprechende Übungen vorgegeben. Augenmerk wird vor allem auf das individuelle Entwicklungspotential gelegt, was bei sehr großen Vereinen aus Kapazitätsgründen oft in den Hintergrund rückt.

Den Schlussteil eines Trainings bildet das Abwärmen. Wieso ist dieses notwendig? Die Muskelspannung nach dem Training wird reduziert, das Herz-Kreislaufsystem wird reguliert und der Abbau von Stoffwechselprodukten (Laktat) wird dadurch beschleunigt.

Das Um und Auf- beim Abwärmen:

  • Gleichmäßige Atmung​
  • Übungen locker ausführen mit wenig Krafteinsatz​
  • Beim Dehnen nicht Wippen – am Ende wird statisch gedehnt​
  • Beim Einatmen die Körperhaltung korrigieren (z.B. gerader Rücken)​
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Warum ist es wichtig regelmäßig ins Training zu kommen und weshalb wir unsere Trainings so abhalten wie wir sie abhalten?​​

Unser Körper folgt dem Prinzip der kontinuierlichen Belastung:

Regelmäßiges Trainieren führt zu einem kontinuierlichen Anstieg der körperlichen Leistungsfähigkeit bis, dass das individuelle, genetisch festgelegte Leistungslimit erreicht ist. Unterbricht man die Regelmäßigkeit durch z.B. Verletzungen, unregelmäßiges Trainieren, zu lange Pausenintervalle, etc.), nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Der Leistungsabfall schreitet dabei in derselben Geschwindigkeit voran wie die Geschwindigkeit des Anstiegs: Schnell erreichte Zuwachsraten gehen schnell zurück, langfristig erworbene, langsam.

Die sportliche Leistungsfähigkeit setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und nur durch die Abstimmung und durch das Trainieren aller Faktoren, kann jeder seine eigene Höchstleistung erreichen.

Folgende Faktoren bestimmen die Leistungsfähigkeit:

  • Kondition
  • Technik
  • Psyche (Motivation, Willenskraft)
  • Taktik
  • Innere Rahmenbedingungen (Talent, Konstitution, Gesundheit)
  • Äußere Rahmenbedingungen (Beruf, Trainer, Material, etc.)